Versicherungen für Startups & Scale-ups
Spätestens in der Due Diligence fragt der Investor nach dem Versicherungsschutz. Wir bauen Startups ein Konzept, das zur Phase passt — schlank in der Seed-Phase, belastbar ab der Series A.
Erlaubnis § 34d Abs. 1 GewO
Reg.-Nr. D-Y7GD-S7M7K-61
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Startups tragen andere Risiken als ein klassischer Mittelständler: Das Geschäftsmodell ist digital, die Geschäftsführung haftet persönlich, Kundenverträge mit Konzernen verlangen Versicherungsnachweise, und mit jeder Finanzierungsrunde ändern sich Umsatz, Mitarbeiterzahl und Erwartungen der Investoren.
Ein gutes Startup-Konzept wächst mit. Es beginnt mit wenigen Bausteinen, die wirklich zählen, und wird zu festen Zeitpunkten — nach einer Finanzierungsrunde, vor dem Markteintritt im Ausland, vor einem Exit — überprüft und erweitert.
Welche Versicherungen braucht ein Startup?
Die Reihenfolge hängt vom Geschäftsmodell ab. Für die meisten Tech- und Dienstleistungs-Startups sind vier Bausteine zentral: die D&O-Versicherung für die Geschäftsführung, eine Vermögensschadenhaftpflicht beziehungsweise Tech-E&O für Fehler in Software oder Beratung, eine Cyberversicherung und eine Betriebshaftpflicht für Personen- und Sachschäden. Hardware- und Produkt-Startups brauchen zusätzlich eine Produkthaftpflicht, gegebenenfalls mit Rückrufkosten.
Gesetzlich vorgeschrieben ist davon nichts — mit Ausnahme der Pflichtversicherungen, die für alle Arbeitgeber gelten, etwa die gesetzliche Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft. Die Erwartungen kommen von Investoren, Kunden und den Gründern selbst.
Was Investoren erwarten
Viele Investoren verlangen spätestens ab der Series A eine D&O-Versicherung, oft mit einer Mindestsumme und dem Einschluss von Beiratsmitgliedern. In der Due Diligence wird außerdem gefragt, ob die wesentlichen Haftungs- und Cyberrisiken abgesichert sind. Ein sauber dokumentiertes Versicherungsprogramm spart in dieser Phase Zeit und Rückfragen.
Zur Orientierung: Für junge Unternehmen mit Investoren und eine Versicherungssumme von 1 Mio. Euro liegen D&O-Beiträge häufig über denen etablierter Kleinunternehmen, weil Versicherer Verluste und Finanzierungsabhängigkeit einpreisen. Die konkrete Höhe hängt von Bilanz, Finanzierung und Branche ab.
Typische Risiken Ihrer Branche
Persönliche Haftung der Gründer
Geschäftsführer haften der Gesellschaft persönlich — gerade in der Krise und gegenüber Investoren.
Fehler im Produkt
Ein Bug oder eine fehlerhafte Integration verursacht beim Kunden einen finanziellen Schaden.
Cyberangriff
Datenabfluss oder Ausfall der Plattform — mit Meldepflichten und Kosten für Forensik und Wiederherstellung.
Kundenverträge
Konzernkunden verlangen Versicherungsnachweise mit festen Summen, oft vor dem ersten Auftrag.
Schnelles Wachstum
Neue Mitarbeiter, Standorte und Länder machen alte Policen in wenigen Monaten unpassend.
Schlüsselpersonen
Fällt ein Gründer aus, hängt oft die ganze Firma daran.
Empfohlene Bausteine
Diese Versicherungen gehören in Ihr Konzept.
W&I-Versicherung
Garantien beim Unternehmenskauf auf einen Versicherer übertragen.
D&O-Versicherung
Persönlicher Schutz für Geschäftsführung und Führungskräfte.
Vermögensschadenhaftpflicht (E&O)
Schutz bei reinen Vermögensschäden durch Beratung & Dienstleistung.
Cyberversicherung
Absicherung gegen Hackerangriffe, Datenverlust und Betriebsstörung.
Betriebshaftpflicht
Schutz bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden gegenüber Dritten.
Firmenrechtsschutz
Rechtliche Auseinandersetzungen ohne Kostenrisiko führen.
Sachversicherung
Gebäude, Betriebseinrichtung und Waren gegen Feuer, Sturm & Co.
FAQ
Häufige Fragen aus der Branche
Welche Versicherungen sind für ein Startup Pflicht?
Gesetzlich vorgeschrieben sind vor allem die Sozialversicherungen der Mitarbeiter und die gesetzliche Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft; für Fahrzeuge gilt die Kfz-Haftpflicht. Betriebliche Versicherungen wie D&O, Cyber oder Haftpflicht sind freiwillig, werden aber häufig von Investoren und Kunden verlangt.
Ab wann braucht ein Startup eine D&O-Versicherung?
Spätestens mit der ersten externen Finanzierung. Mit Investoren steigen die Pflichten und die Zahl möglicher Anspruchsteller. Viele Investoren machen eine D&O-Versicherung zur Bedingung, häufig schon im Beteiligungsvertrag.
Was kosten Versicherungen für ein Startup?
In der frühen Phase reichen oft wenige Bausteine mit überschaubarem Beitrag. Die D&O-Versicherung ist für Startups mit Investoren meist der größte Posten und wird individuell kalkuliert. Verbindlich ist nur das konkrete Angebot nach Prüfung von Finanzierung, Umsatz und Geschäftsmodell.
Was passiert mit den Policen nach einer Finanzierungsrunde?
Nach jeder Runde sollten Summen, mitversicherte Personen und Tätigkeitsbeschreibungen geprüft werden. Wir legen dafür feste Überprüfungstermine fest, damit der Schutz mit dem Unternehmen wächst.
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